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Newsletter 01 (1997)

Dieses Interview ist Eigentum des DXF. Kopien in irgendwelcher Form auch auszugsweise nur mit schriftlicher Genehmigung. (c) 1997 DXF

Exklusiv-Interview mit Sandra Wilson (Mutter von Reneé O'Connor)

Was halten Sie von der Serie XENA?
XENA ist phantasievolle Unterhaltung in einer wunderschönen Umgebung, und einige meiner liebsten Menschen stehen darin im Mittelpunkt. Ich liebe die Drehbücher, die Art, wie mit mit Mythologie umgegangen wird, wie andere Geschichten aufgegriffen und verarbeitet werden. Das breite Zuschauerspektrum zeigt, was für ein Geniestreich den Machern gelungen ist. Ich liebe die Serie.

Was ist es für ein Gefühl, die eigene Tochter eine Figur spielen zu sehen, die für so viele Menschen zur Inspiration geworden ist? (Es werden Gedichte und Geschichten über Gabrielle geschrieben, junge Mädchen sehen in ihr ein Vorbild, Männer und Frauen träumen von ihr).
Ich könnte geradezu platzen vor Stolz und in einem fort nur lächeln. Gabrielle ist so eine liebenswerte Figur, daß es Menschen dazu bringt, Reneé die nettesten Komplimente zu machen. All die freundlichen und liebevollen Botschaften an sie werden über mich direkt an sie weitergereicht. Es ist wirklich sehr erfreulich.

Macht Ihnen die Popularität der Serie vielleicht auch ein wenig Angst? Ich meine, es hat sicher viele angenehme Seiten, so bekannt zu sein, gleichzeitig aber sicher doch auch weniger angenehme? (Wenig Privatleben, Fans, die Reneé oder ihre Familie nicht in Ruhe lassen usw.). Wie wir alle wissen, können Mütter ihren Kindern gegenüber ja sehr fürsorglich sein.
Reneé ist in einer Großstadt aufgewachsen und hat sieben Jahre lang ganz allein in Los Angeles gelebt. Sie hat schon sehr früh gelernt, auf sich selbst aufzupassen und ihren Instinkten zu trauen. Sie ist dabei zu lernen, wie sie ihre Zeit am besten einteilt, um einerseits zugänglich zu bleiben und andererseits die nötige Zeit für ein Privatleben zu finden. Ich hoffe, daß die Leute verstehen und respektieren, daß Reneé ihre Freizeit braucht, um sich zu erholen und um neue Kräfte zu sammeln.

Hatte Reneé jemals andere Berufswünsche oder wollte sie von klein an Schauspielerin werden?
Reneé wollte ihr Leben lang Schauspielerin werden. Selbst als kleines Kind war sie schon eine Unterhalterin. Sie liebte Kostümierungen und Phantasiewelten. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie sie sich meine Videokamera ausborgte, um Szenen zu filmen, die sie sich mit ihren Freundinnen ausgedacht hatte. Sie liebte auch alles, was mit dem Theater zu tun hatte.

Wenn Sie einen anderen Beruf für Ihre Tochter wählen müßten, welcher wäre es?
Jeder Beruf, der mit der Unterhaltungsindustrie zu tun hat.

Was für eine Rolle haben Sie gespielt, um Ihrer Tochter den Einstieg in die Schauspielerei zu ermöglichen?
Ich habe die besten Schulen, die besten Schauspiellehrer und -lehrerinnen in der Gegend ausfindig gemacht und sie überall dorthin gefahren, wo sie hin wollte.

Was war Reneé für ein Kind? Hat sie viele Phantasiespiele gespielt?
Reneé war ein ganz reizendes Kind. Mit ihr zu arbeiten war sehr einfach und sie war immer guter Laune. Sie ging gerne zur Schule und war mit vielen Freunden und Freundinnen gesegnet. Reneés Phantasiespiele nahmen mit der Zeit immer größere Ausmaße an. Je älter sie wurde, um so ausgefeilter und ausgeklügelter wurden ihre Inszenierungen.

Sehen Sie irgendwelche Ähnlichkeiten zwischen der Serienfigur Gabrielle und Reneés Persönlichkeit?
Reneé ist ebenso entschlossen und einfallsreich, wenn es darum geht, ihre Ziele zu verwirklichen, wie Gabrielle. Aber Reneé ist schüchtern und würde sich niemals einmischen oder jemanden in einer brenzligen Situation gegenübertreten. Ich weiß nicht, ob es Reife ist oder Gabrielles Einfluß, aber Reneé weiß recht gut, wer sie ist und sie erreichen will.

Mittlerweile trainiert Reneé ja ernsthaft (Kickboxen usw.). Hat sie als Kind auch Sport getrieben?
Reneé liebte Gymnastik, Schwimmen, Skifahren, Tanzen auf Rollerskates, Tanz, Volleyball und Softball.

Es ist möglich, daß die Beziehung zwischen Xena und Gabrielle in einer lesbischen Liebesbeziehung endet. Würde Ihnen eine solche Entwicklung etwas ausmachen? Wären Sie stolz, weil es etwas wäre, das an alten Traditionen rüttelt? Würde es Sie verärgern, weil es nicht mit Ihrer religiösen Einstellung zu vereinbaren ist? Was hätte eine solche Entwicklung angesichts Hollywoods weitgehend homosexuellenfeindlicher Einstellung Ihrer Meinung nach für Auswirkungen auf die Karriere ihrer Tochter? Sie mag zwar heterosexuell sein, doch wäre es möglich, daß die Verantwortlichen sie mit ihrer letzten Rolle identifizieren.
Xena ist aufgrund des sehr breiten Zuschauerspektrums so populär. Wenn man sich die Serie in aller Unschuld ansieht, gewissermaßen mit den Augen eines Kindes oder eines Menschen, der wahre Liebe schon einmal erlebt hat, dann wird man nichts anderes sehen, als Liebe und Freundschaft. Die Doppeldeutigkeit der Beziehung ist Entertainment. "Reneé ist eine Frau mit vielen Talenten." Warten wir es doch einfach ab.

Vielen Dank Ms. Wilson.

(Der Autor möchte Rocweb für die tatkräftige Unterstützung danken)


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