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Newsletter 19 (2001)

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Die Göttin und die Kriegerin
Paris Jefferson und Musetta Vander

von Monika Brinkmann

In “Angriff auf Amphipolis” begegnen wir ihr zum ersten Mal, Athene, der Göttin der Weisheit. An ihrer Seite ihre treue Kriegerin Ilainus, mit der sie eine tiefe Freundschaft und Liebe verbindet. Die Darstellerinnen der Athene und Ilainus wollen wir in diesem Artikel etwas näher vorstellen.

Paris Jefferson (Athene)

“Für mich war Athene eine im Grunde gute Göttin, die mit sehr schwierigen Umständen konfrontiert wurde”, sagte Paris Jefferson im November 2000 in einem Interview mit dem “Official Xena Magazine” (Ausgabe 12). Und so ging sie ihre Rolle auch an: Sie präsentierte Athene in insgesamt drei Folgen der 5. Staffel als eine Göttin, die mit allen legalen und illegalen Mitteln um das Überleben ihrer Familie kämpft, ohne jedoch den Spaß dabei zu empfinden, den jemand wie beispielsweise der durchtriebene Ares einer solchen Situation abgewinnen würde. Paris Jefferson wurde aufgrund ihrer erstklassigen Darstellung der ernsten, würdevollen Göttin vom Xena Fandom sehr schnell mit offenen Armen aufgenommen; Athene hat sich mittlerweile zu einer der beliebstesten und bewundertsten Nebenfiguren überhaupt entwickelt. Die Tatsache, dass Athene und Xena trotz der widrigen Umstände einander viel Respekt entgegenbringen, hat dies wohl positiv weiter beeinflusst.

Das Repertoire von Paris Jefferson ist ein sehr breites: Ihr Spektrum umfasst Theaterproduktionen wie Shakespeares “Der Kaufmann von Venedig” und Tschechows “Onkel Wanja”, den Musical-Klassiker “Carousel”, aber auch eine Vielzahl von Fernsehauftritten - im US-Fernsehen ist sie durch ihr Mitwirken in vielen Mini-Serien ein in der Tat bekanntes Gesicht.

Paris wurde in London (England) geboren, wuchs aber als Einzelkind in Sydney (Australien) auf. Ihre Mutter und ihre Großmutter waren beide Tänzerinnen, und auch Paris zog es früh auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Schon als kleines Mädchen tanzte sie im Ballett. Im Alter von 17 Jahren ging sie nach San Diego in Kalifornien und nahm ein Jahr lang Schauspielunterricht am San Diego Performing Arts Centre. Zurück in Sydney vervollkommnete sie ihre Fähigkeiten im Actors Centre, der Sailes Academy, dem Rodenweiser Dance Centre und dem N.S.W College of Dance. Mit einem Umweg über London landete sie schließlich in Los Angeles. Heute, so sagt die 1,60m kleine Paris, fühlt sie sich auf Bühnen einfach pudelwohl. Sie ist Mitglied in der unabhängigen Theatertruppe The Impulse Company.

Darüber hinaus ist sie eine versierte Drehbuchautorin. So hat sie vor kurzem das Drehbuch für einen Kurzfilm mit Lea Thompson verfasst und arbeitet im Moment an einem weiteren Film-Projekt.

In ihrer Freizeit wandert und reist Paris gerne. Ihre Lieblingsschauspielerinnen sind Miranda Richardson, Judi Dench und Maggie Smith, alle drei erstklassige britische Schauspielerinnen. Sie setzt sich darüber hinaus sehr stark für Greenpeace ein, ein Engagement, das ihr, so sagt sie, ebenso wichtig ist, wie die Schauspielerei.

Musetta Vander (Ilainus)

Musetta Vander wurde am 26. Mai eines unbekannten Jahres in Durban (Südafrika) als eins von drei Kindern geboren (Musetta weigert sich standhaft, ihr Geburtsjahr preiszugeben). In Südafrika begann auch ihre Karriere als Gastgeberin der Musik-Show Telemuzik. Wie Paris Jefferson hat auch sie einen vom Tanz und den schönen Künsten geprägten Hintergrund (Ihre Mutter war Balletlehrerin und Opernsänge-rin.), etwas, das ihr Fitness und Flexibilität verleiht und sie, so sagt sie, für Actionserien geradezu prädestiniert. So macht sie so viele Stunts wie möglich selber, überlässt nur wirklich gefährliche Sachen den Stuntfrauen.

Musetta Vander hat bereits in einigen der populärsten TV-Serien überhaupt mitgewirkt: In Buffy The Vampire Slayer spielte sie die von Xander begehrte Lehrerin Ms. French, die sich als Rieseninsekt entpuppte (1. Staffel, “Teacher’s Pet”), in Star Trek - Voyager eine Frau, in die Harry Kim sich verliebte (5. Staffel, “The Disease”), in Stargate SG-1 die Jaffa Priesterin Shan’auc (4. Staffel, “Crossroads”). Sie hatte Gastauftritte in Babylon 5, Highlander und Murder, She Wrote (Mord war ihr Hobby).

Auch auf der großen Leinwand ist Musetta Vander keine Unbekannte. Sie spielte bisher in dreizehn Spielfilmen mit, beispielsweise im Jahr 1999 an der Seite von Will Smith in Wild Wild West und als Darstellerin der bösen Königin Sindel in Mortal Kombat: Annihilation (1997). Im letzten Jahr hat Musetta in zwei Großproduktionen mitgewirkt, zum einen an der Seite von George Clooney in O Brother, Where Art Thou und in dem Jennifer Lopez-Thriller The Cell.

Musettas Lieblingsschauspielerinnen sind Meryl Streep, Jessica Lange und Holly Hunter. Sie ist mit dem Regisseur Jeff Celentano verheiratet, spricht Afrikaans (ihre Muttersprache), ein wenig Deutsch und sogar ein paar Brocken Zulu!

Beide Schauspielerinnen waren übrigens völlig begeistert von den Dreharbeiten zu Xena. Beide schwärmten insbesondere von der Natürlichkeit und Lockerheit von Lucy Lawless und der tollen Atmosphäre auf dem Set. Paris Jefferson gefiel besonders, dass sie den doppelt so großen Kevin Smith, der sie, so sagte sie, im richtigen Leben mit einem einzigen Nieser umwerfen könnte, in ihrer Rolle als Göttin Athene 20 Meter durch die Luft werfen konnte!


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